My Way (Über mich)

„An der Zauberei begeistert mich, Kunststücke nicht nur zu zeigen, sondern sie in Geschichten einzubetten und klassischen Effekten durch neue Interpretationen eine eigene Note zu verleihen.

Ein großer Teil meiner Leidenschaft liegt außerden darin, passende Requisiten selbst zu entwerfen und herzustellen – denn für mich entsteht echte Magie dort, wo Handwerk, Kreativität und Vorstellungskraft aufeinandertreffen.

Als die Magie zurück kehrte

Als ich als Kind meinen ersten Zauberkasten aufschlug, war die Welt für einen Moment voller Möglichkeiten. Karten verschwanden, Münzen tauchten an unmöglichen Orten auf – und meine Augen leuchteten.

Doch wie so vieles in der Kindheit verblasste auch diese Begeisterung. Der Zauberkasten verschwand irgendwann im Regal, dann auf dem Dachboden, dann aus meinem Leben. Die Magie schwieg – für viele Jahre.

Was ich damals noch nicht wusste: Sie war nie wirklich weg. Sie wartete nur.

Magie begleitet mich, seitdem ich denken kann – ich hatte es nur verlernt, sie zu sehen. Es brauchte Zeit, bis ich verstand, dass der erste Funke von damals nicht erloschen war, sondern glimmte. Leise, geduldig, bereit für den Moment, in dem ich wieder hinschauen würde.

Manchmal kehrt das Wichtigste einfach zurück.

Die erste Begeisterung

Jahrzehnte vergehen. Das Leben füllt sich mit anderen Dingen, andere Prioritäten übernehmen das Steuer – und manche Träume verschwinden einfach still in einer Schublade.

Dann kommt ein Abend in Bielefeld. Eine Party-Straßenbahn rattert durch die Stadt, Stimmengewirr, Gelächter – und mittendrin ein Zauberer. Kleine Kunststücke nur, nichts Weltbewegendes. Aber irgendetwas in diesem Moment trifft genau ins Ziel.

Dieser eine Gedanke, längst vergessen geglaubt, kehrt mit überraschender Klarheit zurück:

*„Das will ich auch lernen.“*

Kein langer Anlauf, keine große Ankündigung. Nur dieser Funke – und die plötzliche Gewissheit, dass es jetzt Zeit ist, ihn nicht wieder ziehen zu lassen.

Manche Begeisterungen warten einfach geduldig. Jahrzehnte, wenn es sein muss.

Die ersten Schritte in eine magische Welt

Es begann mit einer einfachen Karte in der Hand – und dem Staunen, was damit möglich sein könnte. Kartenmagie war der Einstieg, der Funke, der alles ins Rollen brachte.

Was folgte, waren unzählige Stunden des Übens: Griffe, Techniken, kleine Fehler und wieder von vorn. Schritt für Schritt wuchsen die Grundlagen, und mit ihnen das Verständnis für die Kunstform dahinter.

Begleitet wurde dieser Weg von einem echten Meilenstein der Zauberliteratur – der renommierten Buchreihe „Die große Kartenschule“ von Roberto Giobbi. Systematisch, tiefgründig und leidenschaftlich geschrieben, wurde sie zum treuen Begleiter auf dieser Reise.

Was als neugieriger erster Schritt begann, entwickelte sich zu einer echten Leidenschaft – und die Welt der Zauberkunst hat sich seitdem nicht mehr geschlossen.

Der Zauberer aus der Strassenbahn

Manchmal braucht das Leben einen zweiten Anlauf, um eine Botschaft wirklich anzukommen zu lassen.

Der erste Moment war flüchtig – ein Zauberer in der Straßenbahn, ein Kunststück, ein Staunen. Doch der Funke blieb. Und irgendwann führte die Suche nach Gleichgesinnten zum Magischen Zirkel von Deutschland – einem Ort, wo Magie nicht Trick ist, sondern Leidenschaft.

Beim ersten Treffen dann der Moment, der alles zusammenfügte: Vorne stand Lutz Ermshaus – Vorsitzender des Ortszirkels. Derselbe Mann. Der Zauberer aus der Straßenbahn.

War das Zufall? Oder Schicksal? Vielleicht ist das die eigentliche Magie – nicht das Verschwinden einer Münze, sondern die unsichtbaren Fäden, die Menschen zur richtigen Zeit an den richtigen Ort führen.

Für mich war es der entscheidende Wendepunkt. Der Moment, in dem aus einem Staunen eine echte Berufung wurde.

Vom Anwärter zum Vollmitglied – eine Reise mit Hindernissen

Es begann bescheiden: nur als Anwärter aufgenommen, keinen festen Platz, kein vollwertiges Mitglied. Doch schon bald formte sich ein neues Ziel – die Vollmitgliedschaft.

Der Weg dorthin führte unweigerlich durch eine Aufnahmeprüfung. Für jemanden mit Prüfungsangst im Gepäck keine Kleinigkeit. Statt aufzugeben, begann eine intensive Phase: zwei Jahre, in denen die Zauberkunst zum ständigen Begleiter wurde.

Morgens, abends, immer wieder – Üben, Üben und nochmals Üben. Jeder Handgriff musste sitzen, jede Geste zur zweiten Natur werden. Die Prüfungsangst blieb, aber sie bestimmte nicht mehr das Ergebnis.

Was als unsicherer erster Schritt begann, verwandelte sich durch Ausdauer und Leidenschaft in echtes Können – und in die Chance, den nächsten Schritt zu wagen.

Ein Tag, der bleibt

Der 15. August 2025 war kein gewöhnlicher Tag. Nach langer Vorbereitung war es endlich soweit: die Prüfung – theoretisch und praktisch, vor Publikum, unter echten Bedingungen.

Präsentiert wurde eine Reise durch drei Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Jeder Teil hatte sein eigenes Gewicht, seinen eigenen Rhythmus. Doch was wirklich in Erinnerung bleibt, war der Blick nach vorn.

Das Herzstück: die Zukunft

Dieser Teil war selbst entwickelt – mit einer eigenen Idee, einer eigenen Methode und eigens gestalteten Requisiten. Nichts davon kam von der Stange. Es war ein Stück, das nur so entstehen konnte: durch persönliches Engagement und den Mut, etwas Neues zu wagen.

Solche Momente sind selten. Aber wenn sie kommen, merkt man es sofort – weil sie sich anders anfühlen als alles andere.

Der nächste Schritt wartet schon

Es gibt diesen Moment, in dem man aufhört zurückzublicken – und stattdessen anfängt, voraus zu denken. Genau dort stehe ich gerade.

Mein Ziel ist klar: Die eigene Übungsgruppe weiter wachsen zu lassen. Nicht um jeden Preis, nicht mit großem Lärm – aber mit echter Wirkung. Denn was nützt ein erlerntes Kunststück, wenn es niemand sieht?

Der Plan ist bodenständig: erst ein kleiner Kreis, ein überschaubarer Rahmen, ein vertrautes Publikum. Und doch – wer schon einmal erlebt hat, wie ein einzelner Moment Staunen auslösen kann, weiß: Größe hat nichts mit der Anzahl der Zuschauer zu tun.

Die Kunststücke sind einstudiert. Die Gruppe ist da. Was jetzt fehlt, ist der erste Auftritt – und der Mut, ihn einfach zu wagen.

Als die Kamera zur zweiten Sprache wurde

Manche Leidenschaften schleichen sich leise ins Leben – und bleiben dann einfach. So war es mit der Fotografie.

Was als Hobby begann, wurde irgendwann mehr: über zehn Jahre lang ein echter Beruf. Zehn Jahre, in denen ein Sucher vor dem Auge nicht Distanz schafft, sondern Nähe. In denen man lernt, den richtigen Moment nicht zu suchen, sondern zu fühlen.

Magic Moments – festgehalten für immer

Genau diese Momente sind es, die bleiben. Nicht das perfekte Licht oder die teure Ausrüstung – sondern das Bild, das eine Geschichte erzählt, bevor man auch nur ein Wort gesagt hat.

Diese Magic Moments möchte ich teilen. Weil Fotografie dann am stärksten ist, wenn sie jemanden berührt – auch noch Jahre später, wenn der Auslöser längst wieder schweigt.

Mehr über meine Fotografie..