Zaubergala „Gruppenhex“ – Ein Abend voller Magie, Witz und Staunen
Am 26. Januar verwandelte sich die Aula des St.-Antonius-Gymnasiums in Lüdinghausen in einen Ort voller Magie, Illusion und herzhaftem Lachen. Die Zaubergala „Gruppenhex“ lockte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher an – und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Trotz winterlicher Kälte und teils verschneiter Anreise wurde das Publikum mit einem ebenso abwechslungsreichen wie kurzweiligen Abend belohnt.
Charmant und mit viel Witz führten Lorenz Schär und Jan Logemann durch das Programm. Als eingespieltes Duo verstanden sie es hervorragend, die Zuschauer abzuholen, Übergänge locker zu gestalten und immer wieder für humorvolle Momente zu sorgen. Natürlich griffen beide auch selbst zu Zauberstab und Requisiten. Ein ganz besonderer Moment war dabei Lorenz’ lange vorbereitete Zugabe, die er an diesem Abend endlich einmal spielen durfte – ein sichtlicher Herzensmoment, der vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.

Die Künstler des Abends
Michael Sondermeyer eröffnete den Reigen der Darbietungen mit einem feinfühligen Spiel aus Sprache, Magie und direkter Publikumsinteraktion. Sein Umgang mit Worten, Pausen und Reaktionen machte seine Nummer zu einem wahrlich zauberhaften Erlebnis – leise, intelligent und nachhaltig beeindruckend.

Raphael begeisterte vor allem mit seinen außergewöhnlichen Schattenspielen. In Kombination mit seinem trockenen, beinahe lakonischen Humor entstand eine faszinierende Mischung, die das Publikum gleichermaßen zum Staunen wie zum Lachen brachte.

Aus der Schweiz angereist war Tino Platz, der eindrucksvoll zeigte, warum er sich seit vielen Jahren intensiv mit Zauberkunst und Psychologie beschäftigt. Mit sicherem Gespür für Timing, Erwartungen und menschliche Wahrnehmung zog er die Zuschauer in seinen Bann und bewies, dass gute Magie immer auch Kopfsache ist.

Lucas Kaminski nahm das Publikum mit auf eine Reise durch die Täuschungen unserer Sinne. Ob optisch oder akustisch – auf eindrucksvolle Weise zeigte er, wie leicht sich der Mensch täuschen lässt. Die Zuschauer liebten es, hinterfragt zu werden, und quittierten seine Darbietung mit begeistertem Applaus.

Natürlich durfte auch Andreas Fleckenstein in diesem Programm nicht fehlen. Von der ersten Minute an spielte er sich mit flinker Zunge, trockenem Humor und dem Charme des perfekten Schwiegersohns in die Herzen der Zuschauer. Mit hochgekrempelten Ärmeln und scheinbar harmlosen Alltagsgegenständen inszenierte er Unglaubliches und führte eindrucksvoll vor Augen, wie trügerisch unsere Wahrnehmung sein kann. Nicht alles muss man erklären können – manchmal reicht es, sich einfach wundern zu dürfen.

Ein Abend mit Sinn
So unterschiedlich die Stile der einzelnen Künstler auch waren, gemeinsam ergaben sie ein rundes, stimmiges Programm, das wie im Flug verging. Alles in allem war es ein sehr kurzweiliger Abend, bei dem sich selbst die etwas längere Anreise durch Kälte und Schnee mehr als gelohnt hat.
Besonders hervorzuheben ist zudem der gemeinnützige Charakter der Veranstaltung: Alle Künstler traten ohne Gage auf, und sämtliche Erlöse gingen zugunsten der Stiftung Zauberkunst. Ein schöner Beweis dafür, dass Magie nicht nur verzaubern, sondern auch Gutes bewirken kann.
Ein Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird – und Lust auf mehr macht.
Anmerkung:
Da ich an diesem Abend nur mit Handy fotografieren konnte (und die Bilder leider nicht so gut geworden sind) habe ich durch Zufall das Münsteraner Ortszirkel-Mitglied Peter „Pit“ Gutschank kennengelernt, der die ganze Show gefilmt und mir freundlicherweise seine Bilder schnell und unkompliziert für diesen Blogbeitrag zur Verfügung gestellt hat. Vielen herzlichen Dank Pit.. auch für das nette Gespräch, bei dem ich gelernt habe, dass ANGKLUNG ein Indonesisches Nationalinstrument ist.✨

